Convention Center

Heidelberg

Der Baukörper des Kongresszentrums entsteht durch die vollständige Bespielung des Grundstücksperimeters unter Subtraktion der für die unterschiedlichen Zugangssituationen notwendigen Vorplätze. Hierdurch entsteht eine kreuzförmige Figur, die sich an den vorhandenen städtebaulichen Kanten orientiert, die städtischen Räume respektiert und diese vor den beiden Hauptzugängen vervollständigt. Zusammen mit dem geschwungenen Dach entsteht so ein Baukörper, der sich zu den städtebaulich bedeutsamen Seiten öffnet, zu den anderen schließt. Das Kongresszentrum erhält durch seine spannungsvolle Form eine angemessene bauliche Prägnanz und in seinem Innern differenzierte Foyerbereiche. Der große Saal im 1. Obergeschoss wird als frei in den Raum gestellter Körper aufgefasst und ermöglicht zusammen mit den ihn umgebenden Foyers unterschiedliche Nutzungsszenarien. Der Tagungsbereich im 2. Obergeschoss ist ebenfalls um den großen Saal organisiert und lässt sich durch die Erschließungskerne flexibel nutzen sowie den Veranstaltungen in der Saalebene zuordnen. Das skulpturale Gebäude wird geprägt von einer Fassade aus vertikalen Kupferlamellen, deren Scharen sich in unterschiedlichen Winkeln zueinander verdrehen und so lebendige und großmaßstäbliche Öffnungen erzeugen. Die aus der Fassade herausgefalteten Vordächer definieren die Eingänge und vermitteln in der Massstäblichkeit.

Daten

Wettbewerb 2017, 3. Preis